Deutscher StiftungsTag 2016

Unter dem Motto „Älter – bunter – anders: Demografischer Wandel und Stiftungen“ findet vom 11. – 13. Mai 2016 der Deutsche StiftungsTag statt. Die Tagung in Leipzig ist Europas grösster Stiftungskongress. proFonds-Mitglieder erhalten die gleichen Teilnahmekonditionen wie die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

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Mitgliederversammlung von proFonds

Am Donnerstag, 2. Juni 2016, findet die Mitgliederversammlung von proFonds in Fribourg statt. Vor dem offiziellen Teil präsentieren die Autoren des Verbandsmanagements Instituts (VMI) die Ergebnisse ihrer neuen Studie „Der schweizerische Stiftungssektor – Strategische Positionierung in der Philanthropie“. Ein geselliges Rahmenprogramm bietet Gelegenheit zum Networking. Die schriftlichen Einladungen werden Anfang Mai an die Mitglieder verschickt.

Jahresabschluss 2015: Für Stiftungen zwingend nach neuem Recht

Was viele nicht wissen: Der Jahresabschluss per 31.12.2015 muss zwingend nach neuem Recht erfolgen. Es gelten die Artikel 957 ff. des OR mit Mindestvorgaben zur Bilanz und Erfolgsrechnung. Jede Stiftung muss zudem einen Anhang zur Bilanz vorlegen. Und grosse Stiftungen müssen einen Lagebericht und eine Geldflussrechnung erstellen.

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Der Geschäftsbericht inkl. Rechnungsablage ist innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres zu erstellen und der Stiftungsaufsicht zur Genehmigung vorzulegen, also für die meisten Stiftungen​ bis zum 30. Juni 2016. Dafür bleiben also noch knapp drei Monate Zeit! Aber immerhin: Eine verspätete Genehmigung ist nicht ungültig (Art. 958 Abs. 3 OR). Zuständig für die interne Genehmigung des Berichts ist der Stiftungsrat. Der Bericht ist durch den Stiftungsratspräsidenten und die für die Rechnungslegung zuständige Person zu unterzeichnen (z.B. Leiter Finanzen in der Geschäftsstelle); die Zweitunterschrift eines nicht involvierten Stiftungsrats genügt nicht. Nicht korrekt unterzeichnete Berichte und Rechnungen werden von der Stiftungsaufsicht zurückgewiesen.

Für den Anhang legt das Gesetz einen umfangreichen Inhaltskatalog fest. Was nicht zutrifft, kann aber einfach weggelassen werden. Zentral sind dagegen erläuternde Angaben zur Bilanz und Erfolgsrechnung, wie z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Organen und Beteiligten (Darlehen etc.). Die Stiftungsaufsicht kann zudem zusätzliche Vorgaben machen.

Eine eingeschränkte Buchführungspflicht gilt für kleinere Stiftungen (Bilanzsumme von weniger als CHF 200T in zwei aufeinander folgenden Jahren und kein öffentlicher Spendenaufruf). Sie sind von der Revisionspflicht befreit. Es genügt eine reine Einnahmen-/Ausgabenrechnung mit Vermögensnachweis. Aber auch hier gelten die ordnungsgemässen Buchführungsgrundsätze.