15% Partnerrabatt

Auch in der zweiten Jahreshälfte führt unser Partner NonproCons verschiedene Workshops durch stets im kleinen Kreis, intensiv und spannend. Das sagen die Workshop-Teilnehmer:

  • „Sehr lehrreich und äusserst informativ“
  • „Hilfreiche Inputs und Unterlagen“
  • „Sehr viele Argumente geliefert“
  • „Gesuchschreiben kurzerhand umgestellt und angepasst“

Das meistgenannte Prädikat:

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Zwei Workshop-Themen, die Sie besonders interessieren dürften:

  • Wirkungsvolles Stiftungsfundraising: Wie schreibe ich Gesuche, die ankommen?
  • Strategische Fundraising-Planung: Wie entwickle ich mein Fundraising nachhaltig – auch mit einfachen Mitteln?

Die Workshops sind fundiert und praxisnah. Sie eignen sich für Neueinsteiger und für Fundraiser mit Erfahrung, die ihr eigenes Tun überprüfen wollen.

Der unten stehende Button führt Sie zum Workshop-Angebot auf der Website von NonproCons. Wenn Sie sich dort für einen der ausgeschriebenen Workshops anmelden, erhalten Sie einen StiftungSchweiz.ch Partnerrabatt von 15% – und als persönliches Dankeschön am Workshop mein bekanntes Fundraising-Buch aus dem Haupt-Verlag.

Die StiftungSchweiz.ch Partneraktion gilt noch bis zum 13. Juni 2016.

Ich freue mich darauf, Sie in einem meiner Workshops zu treffen!

Ihr Peter Buss und das StiftungSchweiz.ch-Team

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Stiftungen in Finanznot – was tun?

Anfang Mai warf die NZZ am Sonntag einmal einen Blick auf die aktuelle Situation von Stiftungen und setzte auf der Frontseite den Titel: „Schweizer Stiftungen stecken in Finanznot“. Kernaussage: Auch bei den Förderstiftungen gehen die Erträge am Finanzmarkt massiv zurück. Das Geld wird knapp und die Ausschüttungen an Projekte werden gekürzt.

Die Frage drängt sich deshalb auf: Wieviel Kapital braucht eine Förderstiftung, um noch handlungsfähig zu sein?

 Noch vor zwei-drei Jahren habe ich gesagt: 5 Mio. Kapital ist das Mindeste, was eine Förderstiftung braucht, um effizient arbeiten zu können. Heute dürfte die Schmerzgrenze bei 9-10 Mio liegen. Weshalb? Nach Abzug der Kosten dürfte eine solche Förderstiftung noch 50T bis 60T für die Unterstützung von Projekten einsetzen können- also gute 0,5% im ganzen Jahr! Das ist nicht mehr sinnvoll und unverhältnismässig.

Förderstiftungen verlangen von den Projektträgern, die sie finanzieren, dass sie effizient arbeiten sollen. Gut so. Das gilt aber auch für die Förderstiftungen selber. Eine Förderstiftung, die in diese offene Ertrags- und Ausschüttungsschere gelangt ist, arbeitet aber nicht mehr effizient. Sie hat jedoch verschiedene Optionen, um diese Schere wieder zu schliessen:

  • Ertrag steigern und Kapital aufbauen durch risikoreichere Investitionen oder intensives Fundraising
  • Kosten reduzieren durch Senkung der Finanzkosten (ev. Partner wechseln) und der Administrationskosten (Kooperationen/Pools auf Verwaltungsebene suchen mit anderen Stiftungen, Dachstiftungen)
  • Fusion mit einer gleichorientierten Stiftung
  • Liquidation und Übergabe des Vermögens an eine gleichorientierte Organisation
  • Kapital aufbrauchen und dann liquidieren (Verbrauchsstiftung, ev. Statutenänderung erforderlich)

Weshalb geschieht dies noch so selten? Man könnte es, etwas salopp geschrieben, so auf den Punkt bringen: Banken verlieren Portfolios, Anwälte und Treuhänder Kunden, Stiftungsräte Prestige. Es könnte Aufgabe der Stiftungsaufsicht sein, hier korrigierend und motivierend einzuwirken. Man darf nie vergessen: Das Geld der Stiftungen ist ein verselbständigtes Vermögen und gehört letztlich einzig den Destinatären. Deshalb muss möglichst viel davon auch dort ankommen.

Zum NZZ-Artikel

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Ohne Recherche geht gar nichts

Rasch mal ein paar Stiftungslisten durchblättern, interessant klingende Adressen auswählen und diesen Förderstiftungen dann ein Gesuch stellen – wenn es nur so einfach wäre! Die Realität ist eine ganz andere. Wenn wir glückliche Zufallstreffer und klassische Beziehungserfolge ausklammern, geschieht die Suche nach neuen passenden Stiftungspartnern in der Regel in drei Arbeitsschritten:

SuchenIdentifizierung: Mit welcher Stiftung wollen wir in Kontakt treten?

Recherche: Was wissen wir über die identifizierte Stiftung? Was nicht? Was können wir in Erfahrung bringen? Was bleibt uns verborgen?

Qualifizierung: Wie wichtig ist die recherchierte Förderstiftung für uns? Wie vervollständigen wir die Informationslage über die tatsächlich relevanten Stiftungen? Welche Förderstiftung können und wollen wir tatsächlich anfragen? A-B-C Prioritätenliste.

Die ersten beiden Schritte gestalten sich zwar schwierig, sind nun aber leichter als auch schon.  www.stiftungschweiz.ch z.B. stellt zwei Suchsysteme zur Verfügung. Die Recherche kann sich aber meistens mit den Informationen aus einer Datenbank nicht begnügen. Zumeist ist eine weitere individuelle Vorabklärung z.B. über Websites und Jahresberichte der Stiftung unumgänglich, eine Arbeit, die viele scheuen. Denn sie ist zeitintensiv. Auch ein Austausch unter Kollegen kann hilfreich sein. Am Ende geht es bei diesen ersten beiden Schritten darum, die Adressen und möglichst viele Profildaten von Förderstiftungen zu erhalten, deren Förderzweck sich mit dem eigenen Thema und Projekt deckt. Damit ist die Arbeit aber noch nicht beendet.

Sorgfältige Abklärung

Der dritte Schritt der Qualifizierung ruft zuerst nach einer A-B-C Prioritätenliste. Die tatsächlich relevanten A und B Förderstiftungen werden schliesslich vor der Gesuchstellung kontaktiert, am besten telefonisch oder per E-Mail. Wer darin keine Erfahrung hat, beginnt vielleicht mit zwei-drei C-Stiftungen auf seiner Liste, um aus diesen Kontakten zu lernen. Im Gespräch werden jene Informationen erhoben, die man noch nicht hat: Deckt sich das Projekt tatsächlich mit der Förderpolitik der Stiftung? Was sind die finanziellen Beträge, die die Stiftung spricht? An wen soll das Gesuch gerichtet werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wann wird entschieden? Gibt es irgendwelche Auflagen? Müssen Formulare ausgefüllt werden (Hinweis: Solche Formulare sind meistens über die Website der Stiftung abrufbar) usw. Wichtig: Nichts fragen, was man schon wissen könnte! Denn das ist peinlich und stiehlt den Gesprächspartnern die Zeit.

Kein Schuss ins Blaue

Erst wenn wirklich klar ist, dass ein Gesuch eingereicht werden kann und was die entsprechenden Anforderungen der Stiftung sind, sollte dieses auch abgeschickt werden. (Massen-) Gesuche ins Blaue strapazieren den Faktor Glück, der schon so gross genug ist, erheblich – und ärgern Förderstiftungen zu Recht.