80% aller Stiftungen sind exklusiv in der Schweiz tätig

by Peter Buss

Die NKS-Daten* von StiftungSchweiz.ch zeigen, das knapp 80% aller Stiftungen ausschliesslich in der Schweiz aktiv sind: 41% gesamtschweizerisch, 7% innerhalb einzelner Kantone, 8% in mehreren Kantonen oder Regionen, 19% ausschliesslich in bestimmten Städten oder Gemeinden und 3% in der ganzen Schweiz mit regionalen Spezifikationen. Interessant ist dabei: Operativ tätige Stiftungen sind überwiegend auf Stadt- und Gemeindeebene aktiv; Förderstiftungen mehrheitlich regional oder gesamtschweizerisch. Insbesondere Stiftungen der Kultur und Freizeit neigen klar zu kommunalen Schwerpunkten. Und was nicht überrascht: Über die Hälfte der Stiftungen, die im Ausland tätig sind, konzentriert sich auf die Entwicklungszusammenarbeit resp. die humanitäre Hilfe. Man kann fast sagen: Schweizer Stiftungen sind für die Schweiz da – das Ausland ist ihnen nicht so wichtig – fast ein Spiegelbild unserer Politik, könnte ich lästern.

Abbildung26-RGBImmerhin: Die verbleibenden gut 20% der Schweizer Stiftungen, also etwa 2‘600, investieren jedes Jahr doch beachtliche CHF 260 Mio. in das soziale Kapital im Ausland, nimmt man den geschätzten Ausschüttungs-Median von CHF 100T pro Stiftung als Grundlage. Zum Vergleich: Der Bund brachte, bei einem ungleich höheren “Ausschüttungsvolumen“, im Jahr 2015 CHF 3,4 Mia. für die Entwicklungshilfe auf.

*Eine komplette Auswertung der NKS-Daten (NKS = NonproCons Klassifizierungssystem gemeinnütziger Stiftungen) auf StiftungSchweiz.ch findet sich in der Publikation „Der schweizerische Stiftungssektor“ des VMI, zu beziehen bei www.vmi.ch