Dachstiftung – bunte Vielfalt philanthropischer Ideen

by Matthias von Orelli

Die Dachstiftung ist ein Sammelbecken philanthropischer Ideen. Ganz individuell können gemeinnützige Projekte realisiert und umgesetzt werden: kostenbewusst, effektiv und ganz auf die Förderprojekte konzentriert. All diese Einzelinitiativen tragen zum Gesamterscheinen des philanthropischen Engagements in der Schweiz bei. Wie in der 2010 erschienenen Publikation «Philanthropie in der Schweiz» (Hrsg. von Georg von Schnurbein und Steffen Bethmann) nachzulesen ist, gilt als Philanthrop jene Person, die so handelt, dass einem anderen Menschen Gutes widerfährt. Genau diese Charakteristik spiegelt sich auch in der ganzen Vielfalt der einzelnen Stiftungsfonds unter dem Dach der Fondation des Fondateurs. 45 einzigartige Ideen und 45 Möglichkeiten, diese mittels eines philanthropischen Engagements zu unterstützen. Ein paar Beispiele mögen diese Vielfalt und den Ideenreichtum unterstreichen.

  • Recycling benutzter Seifen. Die Idee hinter der Fondation SapoCycle besteht darin, benutzte Seifen aus Hotels einzusammeln, diese zu rezyklieren und anschliessend Kindern und Familien in Not zur Verfügung zu stellen, um damit einen Beitrag zur Verbesserung der Hygiene zu leisten. Die Aufbereitung der Seifen erfolgt durch ein soziales Integrationsprogramm. Zugleich regt die Stiftung Reisende und Verantwortliche der Hotelbranche dazu an, durch ihre Teilnahme am SapoCycle-Projekt philanthropisch und umweltfreundlich aktiv zu sein.
  • Ausbildung des akademischen Nachwuches. Auf dem Gebiet der Medizin fördert die Griesbach-Hallenstein-Foundation den medizinischen Nachwuchs im Bereich der Frauenheilkunde, dies zu Ehren und in Erinnerung an den deutsch-jüdischen Arzt Walter Edwin Griesbach (1888-1968), einem bedeutenden Gelehrten im klassischen Sinne, dem die Ausbildung des akademischen Nachwuchses ein tiefes Bedürfnis war.
  • Frauenförderung. Gleichsam philanthropisch ist die Initiative von Judith Weber, welche die Stiftung #Frauenarbeit ins Leben gerufen hat. Sie ist überzeugt davon, dass jedes Individuum von einem Zusammen gewinnt, daher möchte sie mit ihrer Stiftung bewirken, dass möglichst viele Frauen die wohlwollende Förderung von Kolleginnen zu einer Priorität machen. Denn an den gemeinsamen und gegenseitigen Herausforderungen kann man wachsen, weil man sich aufeinander einlassen und verlassen kann.
  • Förderung von Kindern. Um die Förderung von Kindern ging es Cristina Riesen, als sie die We Are Play Lab Foundation ins Leben gerufen hat. Diese Stiftung versteht sich als Plattform und Netzwerk, um Kinder fit für die Zukunft zu machen und deren Potential bestmöglich ausschöpfen zu können.

Diese wenigen Beispiele zeigen, wie Menschen andere Menschen in den Mittelpunkt stellen, wie sie ihr Wissen, ihre Erfahrung, vielleicht auch ihr Glück, mit anderen teilen möchten. Jede dieser philanthropischen Arbeiten bewirkt enorm viel, sei es im Kleinen oder im Grossen – und stets widerfährt anderen dabei Gutes.