Neue Funktionen auf stiftungschweiz.ch – wie entstehen die eigentlich?

by Caroline Buss

Im Oktober 2019 haben wir stiftungschweiz.ch neu lanciert. Aus dem bekannten und etablierten Stiftungsverzeichnis wurde ein Portal für die gesamte Philanthropie – mit neuen Funktionen, Möglichkeiten und Angeboten. Und diese Funktionen werden laufend ergänzt, verbessert und erweitert. Doch wie kommen diese Funktionen eigentlich zustande? Was und wer steckt da alles dahinter?

Das Team von StiftungSchweiz – und dazu gehöre auch ich – erweitert das Angebot der Plattform monatlich. Manchmal sind es nur kleine Verbesserungen von bestehenden Angeboten und manchmal sind es komplett neue Funktionen oder Produkte. Doch unabhängig davon, wie umfangreich die Veränderung ist, der Prozess dahinter ist meistens gleich. Und diesen möchte ich Ihnen etwas näher bringen.

Von der Idee zum Konzept

Am Anfang steht eine Idee. Die meisten entstehen in unseren Köpfen, manche kommen aber auch von unseren Nutzer*innen. Aus der Idee wird dann ein konkreter Vorschlag.

  • Was genau soll die neu Funktion beinhalten?
  • Wo tangiert sie andere Angebote oder wie bettet sie sich ein?
  • Wie genau soll die Funktion aussehen und wie ist die Userführung
  • Und wie betreuen wir das Produkt später im Support oder im Unterhalt?

Ein Beispiel: Seit kurzem ist der Listenshop «Network» erhältlich. Dort kann jede Person – registrierte Nutzerin oder nicht – verschiedene Listen beziehen. Für die Entwicklung dieses Angebots mussten vorab folgende Punkte geklärt werden: Welche Listen können überhaupt generiert werden? Also welche Informationen können systematisch und effizient exportiert werden? Wie wird der Datenschutz sichergestellt – Verwendung von z. B. nur öffentlichen Informationen? Wie sollen die Listen dargestellt werden? Und wie sieht der Bestellvorgang aus? Wo im System gehen die Bestellungen ein? Und wo werden dem Nutzer diese Listen auf der Plattform präsentiert und angeboten? Etliche Wochen Vorbereitung stecken in der Beantwortung all dieser und noch weiterer Fragen.

Vom Konzept zum Entwurf

Jetzt sind alle Fragen – zumindest in der Theorie – geklärt. Als nächstes startet die Programmierung – und zwar auf unserer internen Testversion. Denn die Plattform stiftungschweiz.ch wie Sie sie kennen, gibt es zweimal. Das IT-Team rund um die Programmierung und Entwicklung setzt die neue Funktion zuerst immer auf dem Duplikat von stiftungschweiz.ch um. Und dann sehen wir Nicht-ITler die Funktion nach einigen Tagen oder Wochen intensiver Arbeit zum ersten Mal effektiv umgesetzt.

Vom Entwurf zur definitiven Funktion

Dann testen und prüfen wir die neue Funktion auf Herz und Nieren: Entspricht das Resultat dem, wie wir es uns vorgestellt haben? Versteht der Nutzer, was er hier soll und kann? Stimmen und funktionieren alle Links? Oft wird uns auch erst jetzt bewusst, was noch alles fehlt. Und meistens heisst es dann: Texte müssen her! Denn jeder Satz und jedes Wort auf der Plattform muss von jemandem geschrieben sein. Und jedes Bild oder Graphik muss designt werden.

Zurück zu unserem Beispiel: Jede Liste, die bestellt werden kann, braucht einen Titel, einen Beschrieb und eine Erklärung. Das Bestellformular brauchte Hinweistexte und Namen für die Buttons. Heisst es z.B. am Ende: Bestellung abschicken oder Anfrage senden? All diese kleinen Wörter müssen formuliert werden. Ausserdem muss jede potentielle Kombination von Bestellungen technisch möglich sein. Wir müssen uns also in all unsere verschiedenen Kunden hineinversetzen und z. B. entscheiden: was sind Pflichtfelder im Formular und welche nicht?

Von der Funktion zur Fertigstellung

Und dann, nach dem Erstellen von Texten, Testen von Verlinkungen und stopfen von Schlupflöchern wird die neue Funktionen auf das richtige System übertragen. Doch damit ist die Arbeit nicht fertig. Denn meistens ist es so, dass wir erst durch die Nutzung unserer Portal-Besucher auch noch den hintersten Fehler und das kleinste Detail finden und korrigieren können. So merken wir z. B. bei der ersten Bestellung, dass wir zwar daran gedacht haben, wo die Bestellung in unserem System eingeht, dass wir aber bei der Übersicht kein Bestelldatum sehen – ein doch wesentlicher Aspekt für die weitere Bearbeitung.

Und so geht die Arbeit weiter – an der Plattform aber auch immer an unseren Tools und Instrumenten, die wir für die Bewirtschaftung und Betreuung der Plattform und Angebote benötigen.

Übrigens: In unserem Blog informieren wir monatlich über die wichtigsten Neuerungen der Plattform

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