Workshop – Wirkungsvolles Stiftungsfundraising | 16. April 2019

NPO-Management Workshop mit Peter Buss, NonproCons

Auch im Stiftungsfundraising hat sich der Wettbewerb unter den Gesuchstellern verschärft. Falsch aufbereitete und schlecht dokumentierte Gesuche wandern in den Papierkorb.

Wie kann ich mir da Gehör verschaffen?
Wie gehe ich richtig vor?

Der Workshop vermittelt grundsätzliches Wissen zum Fundraising mit Förderstiftungen und worauf man bei der Gesuchstellung besonders achten sollte und zeigt Ihnen die „State of the Art“ des heutigen Stiftungsfundraisings. Inhalt: Es kommen u.a. die folgenden Fragen zur Sprache:

  • Eignet sich mein Projekt oder Vorhaben, um es Förderstiftungen vorzulegen?
  • Wie sieht eine gute Projektdokumentation aus, die man den Förderstiftungen vorlegt (Inhalt, Umfang, Darstellung)?
  • Wie sollte das Begleitschreiben verfasst sein?
  • Wie führe ich den Erstkontakt durch?
  • Wie geht man mit Absagen um?
  • Wie verdanke ich den Beitrag?
  • Was tut man, um den Kontakt zu halten?

Sie erhalten schliesslich auch Einblick in modernste Recherche-Tools und diskutieren die Vorteile und Nachteile der verfügbaren Informationsquellen. Spezial: Persönliche Nachbetreuung durch individuellen Check-Up Ihrer überarbeiteten Gesuchsunterlagen.

Ziele des Workshops sind:
Sie wissen, wie Stiftungsfundraising funktioniert / Sie kennen die wesentlichen Elemente des Fundraising-Mix und können diese für das Fundraising bei Förderstiftungen einsetzen / Sie wissen, wie ein gutes Gesuch an Förderstiftungen aufgebaut ist und können dieses Wissen auf die eigene Situation anwenden. Methodik: Wissensinput mit Diskussion; selbständige praktische Arbeit am eigenen Projekt mit Präsentation

Weitere Informationen zum Workshop

Anmeldung

Stiftungen und Firmen als Förderer von Universitäten – ein spannendes Verhältnis

In Basel freuen wir uns über die Mega-Spende der Botnar-Stiftung an die Universität Basel und an das in Basel domizilierte Departement Biosysteme der ETH-Zürich für ein neuzugründendes Botnar Research Centre for Child Health. Und wieder einmal staunen wir über die ungebrochene Anziehungskraft der Schweiz für grosse Stiftungsvermögen.

Wie bedeutsam Universitäts- und Wissenschaftsförderung durch Stiftungen, Sponsoren und andere Private ist, haben Georg von Schnurbein und Tizian Fritz in ihrer aufschlussreichen Studie «Philanthropie für die Wissenschaft» 2014 erstmals für die Schweiz dargelegt. Demnach flossen im Zeitraum zwischen 2005 und 2012 im Rahmen von Stiftungsbeiträgen und privaten Forschungsmandaten universitären Hochschulen durchschnittlich 6 % ihres Gesamtaufwands zu. Allein im Jahr 2011 handelte es sich dabei um eine Summe von 440 Mio. Fr. Die 100 Mio. Fr., welche die Botnar Stiftung in den nächsten zehn Jahren in das nach ihr benannte Research Centre einschiessen will, zählt zu den grössten Zuwendungen an Schweizer Universitäten, neben der 150 Mio.Fr.-Spende von Hansjörg Wyss und Ernesto Bertarelli in ihren Biotech Campus in Genf und Lausanne, neben der testamentarischen 100 Mio. Fr.-Vergabung von Branco Weiss an die ETH Zürich, neben der 100-UBS-Millionen an den UBS Center for Economics in Society.

Mega-Spende – Heisses Eisen

Besonders die letzterwähnte Spende hatte gewaltige Diskussionen ausgelöst: Da die Vereinbarung zwischen der Sponsor-Bank und die Universität Zürich anfänglich nicht öffentlich gemacht worden war, schossen nicht nur viele Medien, sondern sogar Professoren der eigenen Uni gegen einen vermuteten «Deal». Bei der Berichterstattung über neue Stiftungsprofessuren oder Sponsoren für Universitäten ist Skepsis geradezu als Konstante zu beobachten. Der Argwohn der Medienschaffenden und Studierendenvertretungen gilt den Fragen: Bleibt die Freiheit der universitären Forschung gewährleistet? Nimmt die zahlende Förderstiftung Einfluss auf eine Lehrstuhlvergabe? Hat sie eventuell gar ein Mitspracherecht beim Forschungsdesign? Und bei der Verteilung der Sympathien schlägt folgender Antagonismus voll durch: hier professorale Forscher und Lehrer in Weiss, dort Sponsoren und Stiftungen mit möglicherweise obskuren Absichten.

Richtlinien schaffen Klarheit

Zur eingangs erwähnten Botnar Stiftungs-Spende sind kritische Töne bin anhin unterblieben – vernünftigerweise. Die Stiftung und die beiden involvierten Hochschulen haben transparent informiert. Und sie üben Transparenz auch noch nach dem Medienereignis, wie ich mich persönlich überzeugen konnte. Die Universität Basel gewährte mir auf Nachfrage anstandslos Einblick in die Fördervereinbarung, in der ich schon in der Präambel diese Formulierung vorfand: «Der Inhalt dieses Vertrags kann auf Anfrage offengelegt werden.»

Ganz offensichtlich hat die Universität Basel die Lehren aus dem Zürcher «UBS-Fall» im Jahr 2012 gezogen. Und andere Universitäten vermutlich auch. Eine nach der anderen haben sich die Schweizer Universitäten in den letzten vier Jahren neue Fundraising-Richtlinien gegeben oder bestehende Reglemente stark überarbeitet. Als eine der letzten die Uni Bern Anfang 2018 mit einem besonders differenzierten, umsichtigen Papier. Fast alle sind auf den Websites der Unis publiziert, ausser im Fall der Università della Svizzera Italiana, welche ihre Richtlinien als «intern» betrachtet. Etwas eigenartig auch dieses hier: Meine Anfrage an die HSG-Stiftung der Uni St. Gallen wurde von der Universitätsförderung beantwortet, mit dem Verweis auf eher rudimentäre, defensiv formulierte Informations- und Offenlegungsrichtlinien von 2010 auf der Website.

Die publizierten Richtlinien der Hochschulen sind in ihren Detaillierungsgraden recht unterschiedlich. Im Grundsatz sind aber etliche dieser Reglemente relativ ähnlich. Manchmal hat man den Eindruck, die Unis hätten sich gegenseitig abgeschrieben. In der Hochhaltung der Lehr- und Forschungsfreiheit sind sich alle einig. Nuancen bestehen selbstverständlich. Dass die Uni Zürich Barspenden ausschlägt, ist löblich. Dass die Basler wie die Zürcher nur von FINMA-beaufsichtigten Finanzinstituten Überweisungen annimmt, ist klug.

Stinkt Geld wirklich nicht?

Einige Universitäten berufen sich auf ihre Reputation, die sie durch Zuwendungen Dritter, die als möglicherweise problematisch betrachtet werden könnten, sich nicht beschädigen lassen wollen. Ethisch kontaminierte Gelder können für das Ansehen bald einmal toxisch wirken.

«Geld stinkt nicht!» – Ausser nach Nikotin beispielsweise. Die Uni Basel verzichtete vor einigen Jahren auf eine geplante Donation eines Tabakkonzerns, und zwar mit der Begründung «Die Universität Basel ist rauchfrei.». Auf meine entsprechende Nachfrage hin sagt mir ein Vertreter dieser Uni, dass sie nicht eine eigentliche «Negativliste» führen würden, sondern bei Spendenangeboten situativ entscheiden würden. Der Geschäftsführer einer Uni-Förderungs-Stiftung mit Negativliste schreibt: «Die üblichen verdächtigen Firmen (Tabak, Waffen etc.) sind ausgeschlossen». Man kann es mit einem anderen deutschen Sprichwort auch so formulieren: «Einem geschenkten Gaul schaut man heut’ ins Maul.»

Honni soit qui mal y pense!

Vereinzelte Universitäten haben – wie eben erwähnt – auch noch ihnen beigesellte Sammelstiftungen, die ihrerseits erfolgreiches Fundraising betreiben. Die UZH Foundation und die ETHZ Foundation werben jährlich mehrere Dutzend Millionen Franken ein, die sie für Projekte oder Professuren ihrer eigenen Hochschule einsetzen. Etwas auffällig ist, dass die den Hochschulen affiliierten Förderungsstiftungen auf ihren Websites deutlich lapidarere Richtlinien als ihre «Mutterhäuser» veröffentlichen. Mit dem Ziel der Transparenz und Kongruenz müssten aber die ethischen Standards der zuliefernden Uni-Förderungsstiftungen die Qualität der Richtlinien der Unis selbst erreichen. Und Zwecks Vertrauensbildung sollten beide veröffentlich werden. Es muss ja der potentielle Eindruck vermieden werden, es könnten problembehaftete Drittmittelbeiträge für universitäre Hochschulen im grossen Spendentopf der vorgelagerten Uni-Stiftungen «diluiert» werden.

 

Wirkungsvolles Stiftungsfundraising – Workshop mit Peter Buss am 18. Oktober 2018

Auch im Stiftungsfundraising hat sich der Wettbewerb unter den Gesuchstellern verschärft. Falsch aufbereitete und schlecht dokumentierte Gesuche wandern in den Papierkorb. Wie kann ich mir da Gehör verschaffen? Wie gehe ich richtig vor? Der Workshop vermittelt grundsätzliches Wissen zum Fundraising mit Förderstiftungen und worauf man bei der Gesuchstellung besonders achten sollte. Er zeigt Ihnen die „State of the Art“ des heutigen Stiftungsfundraisings.

Programm und Anmeldung unter www.nonprocons.ch

Weitere Workshops von NonproCons im Herbst:

 

Kulturförderung durch Schweizer Stiftungen -Tipps

  • Kulturelle und sportliche Stiftungszwecke lassen sich relativ fein in überschaubare und präzise bearbeitbare Fundraisingsegmente gliedern.
  • Je nach kulturellem Unterzweck finden Stiftungen potenzielle Kooperationsparter eher in einer bestimmten Stadt oder in einer Region. Auch für Fundraiser dürfte sich eine regionale Vorbetrachtung des Stiftungsmarkts teilweise lohnen.
  • Das grosse Segment der vielen zweckgenerellen Stiftungen innerhalb des Zwecks Kunst, Kultur und Sport, dürfte aus Überlegungen vermeintlicher Effizienz weniger von Fundraisern kontaktiert werden, weswegen sich eine Gesuchstellung bei diesen Stiftungen gerade deshalb lohnen könnte.

Newsletter 4 / 2018

Wie schreibt man ein Gesuch an Förderstiftungen, das Erfolg hat? Das gute Gesuch an Förderstiftungen – 3 Grundsätze statt einer langen Checklist. Dies und noch viel mehr  – Neugründungen, Datenschutz, Veranstaltungen, Tipps – im Newsletter 4 / 2018

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Projektportrait – Aktion mit Gratis-Abo des Fundraiser-Magazins

Wir schenken Ihnen 1 Jahres-Abo des Fundraiser-Magazins – für die Publikation eines Projektportraits auf StiftungSchweiz.ch, aufzuschalten vom 25. Juni bis 31. August 2018.

Sobald das Projekt aufgeschaltet ist, einfach eine E-Mail senden an office@stiftungschweiz.ch mit den Angaben, wohin das Magazin geschickt werden soll.

Projektportrait: Tipp

  • Schalten Sie Ihr Projekt auf privat, wenn es nur für die Förderstiftungen sichtbar sein soll, denen Sie eine Anfrage zukommen lassen. Das ist manchmal auch aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes notwendig.
  • Lassen Sie Ihr Projekt eine Weile online und nutzen Sie es für die eigene Gesuchstellung.
  • Füllen Sie nur den Basisteil aus, wenn Sie bei den recherchierten Förderstiftungen zuerst eine Vorabklärung machen wollen.
  • Wenn Sie auch den optionalen Teil ausfüllen, qualifiziert das Ihr Projekt sehr.

Projektportraits: Präsentieren Sie Ihre Projekte auf StiftungSchweiz.ch!

Sie können auf StiftungSchweiz.ch mehrere Projektportraits Ihrer Stiftung/Organisation publizieren. Nachfolgend eine Anleitung, wie man das macht – und ein paar Hinweise, weshalb sich das lohnt.

So erstellen Sie ein Projektportrait:

  1. Gehen Sie auf Ihr persönliches Dashboard (Registration erforderlich)
  2. Öffnen Sie dort unter «Meine Organisationen» das Stiftungsportrait Ihrer Stiftung oder das bereits erstellte Organisationsportraits Ihres Vereins, für die Sie ein Projektportrait aufschalten möchten (blauer Knopf «anschauen»). Bei Stiftungen: Wenn Ihre Stiftung auf dem Dashboard nicht erscheint: Den Code verlangen.
  3. Klicken Sie auf diesem Stiftungs- resp. Organisationsportrait auf der linken Seite auf den orangen Knopf «Projekt erstellen»
  4. Füllen Sie das sich öffnende Formular gem. den Anleitungen aus. Foto oder Video nicht vergessen! Pflichtfelder sind nur die wenigen Basisinformationen. Es hat überall praktische Erläuterungen. Sie können diese Angaben nachträglich ändern und ergänzen.
  5. Speichern Sie alles ab. Das Projektportrait wird auf dem Stiftungs- resp. Organisationsportrait sichtbar und ist auch auf Ihrem persönlichen Dashboard aufgelistet.

Projektportraits auf StiftungSchweiz.ch lohnen sich:

  1. Die Projekte erscheinen auf Ihren Stiftungs- und Organisationsportraits. Damit können Sie Ihre Arbeit einfach online präsentieren, mit Fotos und Videos. Feedbackfeld für Interessenten.
  2. Project Scout: Förderer können spezifisch nach publizierten Projekten (statt nach Organisationen) suchen und mit den Projektträgern online Kontakt aufnehmen.
  3. Online Gesuchssystem: Projektträger können jeder (passenden!) Förderstiftung für die aufgeschalteten Projekte direkt online eine Anfrage/Vorabklärung zukommen lassen resp. ein Gesuch stellen, mit Link zum Projekt und mit Feeback-Option. Das steigert die Arbeitseffizienz enorm!

Das Project Scout System wird freigeschaltet, sobald genügend Projekte online sind. Je schneller, umso besser! Deshalb: Präsentieren Sie jetzt Ihr Projekt auf Stiftungschweiz.ch.

Was uns Stiftungszwecke über die Gründer verraten. Tipps.

  • Stiftungen lassen sich nicht nur nach thematischen Wirkungsbereichen, Standorten oder Wirkungskreisen segmentieren, sondern auch nach sechs Stiftungstypen, nach denen die Kontaktierung von Stiftungen durch Fundraiser spezifisch geformt werden kann (z. B. thematisch-generalistisch vs. thematisch-fokussierte Unterstützungsgesuche).
  • Stiftungen können sich über das Kriterium der Zweckdiversifikation ähnlicher sein, als dies die einzelnen thematischen Stiftungszwecke vermuten lassen.

Stiftungsfundraising – Wissensaustausch und Vertiefung. Workshop am 31. Mai 2018

Auch ein gut funktionierendes Stiftungsfundraising will von Zeit zu Zeit hinterfragt sein, damit die Routine nicht plötzlich zur Belastung wird. Sind wir mit unseren Gesuchen noch auf dem richtigen Weg? Auch ist Situation bei den Förderstiftungen anders geworden: Es stehen immer weniger Mittel zur Verfügung, die erst noch auf mehr Gesuchsteller verteilt werden sollten – was kann man tun, um seine Projekte doch noch zu finanzieren? Am Workshop mit Peter Buss ist ein offener und intensiver Austausch möglich.

Oft steht man als Stiftungsfundraiser alleine da und denkt sich: Was würde eine Kollegin oder Kollege mit Erfahrung in bestimmten Situationen tun? Und gerne wünscht man sich, die ganze Sache mal aus der Optik einer Förderstiftung zu erfahren und zu erleben, wie diese „ticken“. Deshalb:

Inhalt

Es kommen u.a. die folgenden Fragen zur Sprache:

  • Was können wir in der Gesuchstellung noch besser machen?
  • Gibt es Standards, die für alle Gesuchsteller gelten?
  • Wie können wir unsere Arbeitsprozesse optimieren?
  • Welche Cases sind attraktiver als andere und weshalb?
  • Was ist das aktuelle Pricing?
  • Wie pflegt man seine guten Stiftungskontakte?
  • Was sind die Erwartungen der Förderer an die Zusammenarbeit mit den Projektträgern und wie können/sollen wir diesen entsprechen?

Zentral sind dabei der Austausch mit anderen erfahrenen Stiftungsfundraisern über ihre Sicht der Dinge in der ersten Workshop-Hälfte (Morgen) und die Diskussion mit dem Vertreter einer Förderstiftung in der zweiten Hälfte (Nachmittag)

Ziel

Sie haben Ihr Wissen über das Stiftungsfundraising aktualisiert und mit anderen Fundraisern ihren fachlichen Horizont ausgelotet und Sie haben erfahren, wie Förderer heute denken (können).

Methodik

Diskussion und Wissensaustausch mit Experten-Input; Gelegenheit, vorgängig aktuell anstehende Fragen an Kollegen und Förderer einzureichen, damit diese vorbereitet angegangen werden können.

TeilnehmerInnern

Fundraiser Spenden sammelnder Organisationen., die sich aktiv mit dem Stiftungsfundraising befassen. Voraussetzungen: Praktische Erfahrung im Stiftungsfundraising. Kleiner Kreis von 5-8 Personen.

Datum

31. Mai 2018, 09.15 bis 17.00 Uhr

Hier geht’s zur Anmeldung