Die Stiftungslandschaft wächst und wächst

Der Stiftungssektor Schweiz ist und bleibt attraktiv. Dies zeigen die aktuellen Zahlen der Neugründungen im 3. Quartal 2019. Wobei auch in diesem Quartal die Förderstiftungen mit 46 knapp gefolgt von den operativen Stiftungen vorne liegen.

Bei den Wirkungsbereichen fokussieren die neugegründeten Stiftungen weiterhin auf «Kunst, Kultur Freizeit» (40), «Bildung» 39 und «Soziales» (33 Neugründungen).

Zur detaillierten Übersicht der Neugründungen

Die Stiftungen im medialen Sommerloch

Meistens braucht es einen Skandal – einen vermeintlichen oder einen echten – bis sich unsere Medien auch einmal den Stiftungen zuwenden. Aber in diesem Sommer war es anders: Die Stiftungen erlangten ungewöhnlich grosse Medienaufmerksamkeit – fast ohne Skandalisierung. Ein Zufall? Oder vielmehr ein Tribut an die Sauregurkenzeit?

Medienberichte zur interessanten Steuerstudie von SwissFoundations und PWC entliessen uns in die Sommerpause. Im Feriengepäck hatten wir das Stiftungsdossier «Reformstau» in der Doppelnummer Juli/August des «Schweizer Monat» – mitkonzipiert und mitfinanziert von SwissFoundations. Unterwegs lauschten wird dem Tagesgast von Radio SRF2 Nathalie Unternährer von der Christoph Merian Stiftung. Und im Liegestuhl dann lasen wir das ganzseitige Porträt über die Ernst Göhner Stiftung in der Neuen Zürcher Zeitung. Den stiftungsmedialen Basso continuo freilich bildete die siebenteilige Radioserie der samstäglichen Wirtschaftssendung «Trend» welche am 17. August ihren Abschluss fand.

Die «Trend»-Sommerserie zu den Stiftungen

In den sieben etwa 25-minütigen Sendungen, die von nicht weniger als 11 Redaktorinnen und Redaktoren gestaltet wurden, kamen gesamthaft 23 Protagonistinnen und Protagonisten zu Wort: Professoren, Stiftungsaufsichtsvertreterinnen, Verbandsexponenten, Stiftungsexperten, Gesuchsteller etc. (Allererster Interviewgast der ganzen Serie war übrigens Peter Buss von StiftungSchweiz, die diesen Blog verbreitet). Sie äusserten sich zum fast ganzen Spektrum der Themen, welche unsere Stiftungen berühren. Zuerst zum nicht immer einfachen Verhältnis zwischen Förderstiftungen und Gesuchstellern. Oder zu den Bezügen zwischen Stiftungen und Staat und somit zu Steuerfragen. Dann wurde der interessanten Frage nachgegangen, inwiefern die moderne Blockchain- Technologie in der Schweizer Stiftung ihre passende Rechtsform gefunden hat. Mit der Unternehmensstiftung und der Kirchlichen Stiftung wurden zwei wichtige, aber weniger bekannte Stiftungstypen schwerpunktmässig porträtiert.

In den kumuliert fast drei Sendestunden kam somit eine Vielzahl relevanter Themen zur Sprache. Über die Sendeform von abwechslungsreich gestalteten Features dürfte es gelungen sein, einem breiteren Publikum den Facettenreichtum unseres Stiftungswesens näher zu bringen. Freilich betrachte ich die Sendereihe nicht in allen Punkten als ganz gelungen. So befürchte ich, dass die grundsätzlichen Unterschiede bezüglich der Besteuerung von Stiftungen in ihren diversen Ausformungen nicht glasklar rübergekommen sind. Der Stimmbürger und Steuerzahler muss wissen, dass strenge Anforderungen an die Steuerbefreiung der Gemeinnützigen Stiftungen bestehen – Bedingungen, welche Unternehmensstiftungen und Familienstiftungen nicht erfüllen können. Aber wenn sogar ein Mitglied des Moderatorenteams nicht trennscharf unterscheiden kann, ist hier kaum Klarheit zu erreichen. So gesehen ist auch bedauerlich, dass dem Typus der Familienstiftung kein grösserer Raum gewährt wurde. Wie es auch schade ist, dass in der Sendung über die Unternehmensstiftungen zwei ganz untypische Beispiele abgehandelt wurden – so wunderbare Fälle die Edith Maryon Stiftung und die Victorinox-Stiftung auch darzustellen vermögen.

Positiv hervorzuheben ist, dass sich die Sendungen grosser Objektivität bemühten. Dazu gehört selbstverständlich auch kritisches Hinterfragen. Wobei es dann passierte, dass bei der Frage nach der Transparenz bei den Kirchlichen Stiftungen der Vertreter des Bistums Chur den Befrager ins Leere laufen liess, nämlich mit dem Argument, dass die Privatstiftungen ja auch intransparent seien. Es ist ein Manko der ganzen Sendereihe, dass diese nicht laut und deutlich das hängige politische Postulat thematisiert hat: dass der Gesetzgeber für alle Stiftungen mittels offizieller Listen und Statistiken für eine grössere und breitere Transparenz im gesamten Stiftungswesen sorgen sollte.

Und wer den Skandal hier nicht findet, der sucht ihn halt im Ausland

Einen Schwachpunkt der Trend-Sendereihe zu den Stiftungen bildete die letzte Sendung, die sich dem Stiftungsplatz Liechtenstein widmete. Das Fürstentum hat eine dermassen andere Stiftungstradition als die Schweiz, dass man mit deren Einbezug nur Verwischungen und Missverständnisse provozieren konnte – insbesondere indem man sich süffig des Liechtensteiner Stiftungsplatzes in der Vergangenheit widmete und beinahe ausser Acht liess, dass ein neues Liechtensteinisches Stiftungsrecht vor exakt zehn Jahren begann, den Stiftungsplatz komplett – und zum Guten – umzukrempeln. Die Redaktoren hätten den Gestalter des neuen Liechtensteinischen Stiftungsrechts befragen können, der an der Universität Zürich lehrt, oder den Inhaber eines Lehrstuhls für Stiftungen an der Universität Vaduz. Sie kamen ebenso wenig zum Zuge wie die Vereinigung der Liechtensteinischen Gemeinnützigen Stiftungen VLGS. Ich werde in meinem Blog-Beitrag des Monats September versuchen, bei einem Blick über die Landesgrenzen den Stiftungsstandort Liechtenstein in adäquater Weise darzustellen.

Zum Ferienende dann doch noch ein Schweizer Stiftungsskandal? Oder ein Justizirrtum?

Ausgerechnet an Maria Himmelfahrt war es, dass zahlreiche Schweizer Medien über einen Urteilsspruch des Aargauer Obergerichts berichteten: Die Stiftung für Forschung in Spätantike und Mittelalter in Zurzach müsse infolge Verjährung die Dokumentationen zur archäologischen Ausgrabung in der St. Galler Stiftskirche vor über fünfzig Jahren nicht an den Kanton St. Gallen aushändigen. Stiftungspräsident Hans Rudolf Sennhauser hatte in den sechziger Jahren die Grabungen in diesem nachmaligen UNESCO Weltkulturerbe geleitet, deren wissenschaftliche Ausarbeitung und Publikation aber bis heute nicht geleistet. «Unfassbar!» – schreibt Lilian Raselli, Museumsleiterin von Augusta Raurica: «Ein Urteil mit nicht abzusehenden Folgen für die archäologische Forschung in der Schweiz!» – Unfassbar die Begründung des Aargauer Obergerichts: Es beurteilt eine Dokumentation nicht als zwingenden Bestandteil von Ausgrabungen (!).

Ex post stellt sich hier doch die Frage: Waren die Stiftungsratsmitglieder der Stiftung für Forschung in Spätantike und Mittelalter bei deren Gründung im September 2009 bloss Besitzer oder aber rechtmässige Eigentümer der in die Stiftung eingelegten Dokumentationen und archäologischen Fundstücke? Wir werden die letztinstanzliche Beantwortung dieser Frage nicht erfahren: Der Kanton St. Gallen als Kläger verzichtet auf einen Weiterzug des Falles ans Bundesgericht. Aber vielleicht reift ja nun die Erkenntnis, dass Stiftungsaufsichten künftig verstärkt die Eigentümerverhältnisse auch von nicht-pekuniären Einlagen in gemeinnützige steuerbefreite Stiftungen überprüfen sollte.


Illustration: Alphons
© Peter Gut, Winterthur

 

23 neue Crypto-Stiftungen von 330 Neugründungen im 2018

2018 hat die Stiftungslandschaft mit 330 Neugründungen nochmals starken Zuwachs erhalten. Interessant ist dabei die Entwicklung bei den Crypto-Stiftungen. Schweizweit zählen dazu 23 Stiftungen, wovon 16 im Kanton Zug domiziliert sind.

Ausführungen zu dieser Entwicklung im Beitrag «Krypto-Stiftungen: Die Festungswälle bröckeln» von Katharina Bart auf finews.ch.

99 Neugründungen im 4. Quartal 2018

Die Stiftungslandschaft ist im 4. Quartal 2018 um 99 Stiftungen gewachsen. Dabei sind es mit 40 vorwiegend fördernde nach den operativen mit 33 und gemischten mit 26 Neuzugängen. Erfasst wurden dabei die sog. klassischen gemeinnützigen Stiftungen, nicht jedoch z.B. die Wohlfahrtsstiftungen und Firmenstiftungen.

Am meisten Stiftungen gab es diesmal im Bereich Bildung, gefolgt von Kunst/Kultur/Freizeit und Politik/Wirtschaft/Gesellschaft. Der Bereich Soziales, welcher im 3. Quartal die Nase vorn hatte, ist auf den 4. Rang zurück gefallen.

Es gilt zu beachten, dass die meisten neu gegründeten Stiftungen in der Regel mehrere Monate Zeit brauchen, um ihre Arbeit aufnehmen zu können, unabhängig davon, ob sie nun operativ oder fördernd tätig sind. Und im Verlauf der Zeit, nach ersten Erfahrungen, ändern dann auch manche ihre Wirkungsform (reine Förderstiftungen mutieren zB zu gemischt tätigen Stiftungen) oder legen die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit neu. Die Stiftungslandschaft ist somit dauernd in Bewegung.

 

Neugründungen Schweizer Stiftungen im 4. Quartal 2018

Das Magazin StiftungSchweiz.ch 04-18

Die Ausgabe 4-18 des Magazins von StiftungSchweiz.ch ist online. Sie können es hier lesen. Hauptthema: Stiftungslandschaft Schweiz «under construction». Die französische Version finden Sie hier.

Was Urbanisierungsgrad und Durchschnittseinkommen über den Stiftungsstandort aussagen – Tipps

  • Lokale und soziodemografische Faktoren sowie Traditionen, Werte und Einstellungen bestimmen mit, was Stiftungen unterstützen.
  • Anliegen des Denkmal- und Heimatschutzes finden eher Unterstützung von Stiftungen auf dem Land, wissenschaftliche und bildungsbezogene Anliegen finden eher Unterstützung von städtischen Stiftungen.

Was Urbanisierungsgrad und Durchschnittseinkommen über den Stiftungsstandort aussagen

Stiftungen werden grundsätzlich entlang der Ballungsgebiete und entlang des verfügbaren Kapitals angesiedelt. Doch nicht nur die Anzahl von Stiftungen am Ort, sondern auch die begünstigten thematischen Wirkungsbereiche hängen von lokalen soziodemografischen Faktoren ab.

Vergleicht man die Wirkungsbereiche der Stiftungen, die in den fünf grössten Städten (Zürich, Basel, Genf, Bern und Lausanne) angesiedelt sind mit denen von zufällig ausgewählten 500 Stiftungen aus den Ortschaften mit den kleinsten Einwohnerzahlen (323 Gemeinden), werden teilweise deutliche Unterschiede in der Zweckstruktur sichtbar.

Denkmal- und Heimatschutz auf dem Land, Wissenschaft und Bildung in der Stadt

Wie die Tabelle illustriert, ist der Anteil von Stiftungen, die Projekte im Bereich Kunst, Kultur, Freizeit und Sport fördern in ländlichen, kleinen Gemeinden um 18% grösser als in den Städten. Dies ist insbesondere auf den spezifischen Bereich des Denkmals- und Heimatschutzes zurückzuführen. Auf dem Land dagegen untervertreten sind Stiftungen in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung und Entwicklungszusammenarbeit. Schliesslich sind die Anteile der operativen Stiftungen auf dem Land höher und die geografischen Wirkungskreise eingeschränkter als in der Stadt.

Stiftungszwecke einkommensschwächere Gemeinden sind eher religiös geprägt

Vergleicht man die Eigenschaften von Stiftungen aus Gemeinden vergleichbarere Grösse, allerdings mit unterschiedlich hohen durchschnittlichen Netto-Einkommen der Einwohner (s. Tabelle, Teil rechts) stellen sich ebenfalls bedeutende Unterschiede in der Begünstigung heraus. Ähnlich wie Stiftungen in den Städten sind Stiftungen in einkommensstarken Gemeinden weniger im Bereich Denkmal- und Heimatschutz tätig, jedoch stärker in den eher progressiven Wirkungsbereichen wie Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Entwicklungszusammenarbeit. Stiftungslandschaften in einkommensschwächeren Gemeinden charakterisieren sich dagegen durch höhere Anteile religiöser Stiftungen, einem höheren Anteil an operativen Stiftungen, einer stärkeren Zweckfokussierung und einem lokaleren Wirkungskreis.

Stiftungen orientieren sich an ortsspezifischen Bedürfnissen

Diese unterschiedliche Verteilung der Wirkungsbereiche nach Urbanisierungsgrad und Durchschnittseinkommen dürfte einerseits mit den verschiedenen lokalen Bedürfnissen bzw. den ansässigen Destinatären, aber auch mit bestehenden Infrastrukturen zu tun haben, die gewisse Stiftungsansiedlungen begünstigen. Andererseits ist die Themenausrichtung der Stiftungen möglicherweise von der Höhe des Stiftungskapitals abhängig. Einzig die sozialen Stiftungen scheinen diesen Kriterien zu trotzen: Sie sind, obwohl es Unterschiede in thematischen Unterkategorien gibt, unabhängig vom Urbanisierungsgrad und des Durchschnittseinkommens, immer etwa gleich stark, mit Anteilen von rund 40%, vertreten.

Einfluss des Urbanisierungsgrads und des Durchschnitteinkommens auf Stiftungseigenschaften. Tabelle VMI

CEPS: Zehn Jahre Philanthropie-Kompetenz an der Universität Basel

CEPS: zehn Jahre Philanthropie-Kompetenz an der Universität Basel

Was sind schon zehn Jahre an einer über 550-jährigen Universität? Fast nichts. Aber im dynamisch gewordenen Philanthropie- und Stiftungssektor sind zehn Jahre beinahe eine halbe Ewigkeit. Am 26. November 2008 erlebte das CEPS, das Center for Philanthropy Studies der Universität Basel, seine Gründungsfeier. Im vergangenen Jahrzehnt ist dieses Institut zu einem unverzichtbaren Think Tank für eine ganze Branche geworden.

Eine glänzende Erfolgsgeschichte

Das CEPS begleitet unseren Dritten Sektor und unterstützt ihn durch seine Leistungen für die universitäre Forschung und Lehre sowie für die Weiterbildung – auch über Studien und Beratungen oder an Konferenzen. Es prägt die Branche durch kluge Einwürfe über alle Medien, von der wissenschaftlichen Publikation zum breit gestreuten Newsletter, vom Studienseminar zum niederschwelligen Morgen-Workshop. Das CEPS ist über Symposien und Publikationen auch international beeindruckend unterwegs und trägt so zum Renommée des Schweizer Stiftungsplatzes bei. Aus meiner Sicht ist das CEPS eine einzige Erfolgsgeschichte wie bei seiner Entstehung wohl kaum jemand in diesem Ausmass erwartet hätte.

Dieser Erfolg ist das Verdienst ihres Gründungsdirektors Prof. Dr. Georg von Schnurbein, der mit einem interdisziplinär aufgestellten Mitarbeiterstab eine erstaunliche Dynamik an den Tag legt. In den Medien dauerpräsent, erklärt er der Schweiz auf allen Kanälen eloquent die unterschiedlichsten Phänomene von Philanthropie, zuletzt z.B. die Milliardenspende von Hansjörg Wyss für den Umweltschutz. Im universitären Lehrplan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät hat von Schnurbein schon längst Fuss gefasst. Seine ersten Promovierten verdienen auf dem Arbeitsmarkt ihre Sporen ab. Zu Hunderten haben die Weiterbildungsanwärterinnen mit den CAS und DAS zu NPO-Themen ihre ECTS-Punkte erworben oder die Intensiv-Lehrgänge in Stiftungsmanagement absolviert.

Die Interdisziplinarität und Multifunktionalität, welche das CEPS in seinem beeindruckenden Leistungsspektrum praktiziert, schlägt sich in der vielgestaltigen Philanthropie-, Stiftungs- und NPO-Szene unseres Landes nieder, zunehmend auch in der Suisse Romande. Die Intensität der Taktung des CEPS lässt sich auch an der Website des CEPS ablesen, welche zu einer ausgebauten Informations- und Service-Plattform geworden ist. Und in gar nicht so grossen Zeitabständen kann man dort so seine Überraschungen erleben – kürzlich zum Beispiel bei der Konsultation der neu aufgeschalteten Stiftungsstatistik des CEPS als Online-Tool.

Wie es zu all dem kam und wie es weitergehen wird

Die Schaffung des CEPS hatte etwas Pionierhaftes: 2008 existierten in Europa gerade mal drei derartige Institutionen; heute sind es über zwanzig. Am Anfang des CEPS hatte das Ziel von SwissFoundations gestanden, den in Umbruch befindlichen Stiftungssektor mit einer Hochschuldisziplin aufzuwerten. Koordiniert durch diesen Verband schlossen sich sechs Förderstiftungen zu einem Konsortium zusammen, das eine fünfjährige Anschubfinanzierung sicherstellte. Der Steigflug des CEPS und die darauf basierenden guten Evaluationsberichte animierten 2013 das (teilweise modifizierte) Konsortium zur finanziellen Sicherstellung einer weiteren fünfjährigen Ausbauperiode. Und soeben konnte das CEPS melden, dass für eine dritte Fünfjahresperiode ab 2019 sich nochmals neun Stiftung für eine Mitfinanzierung engagieren. Darunter befinden sich die Avina Stiftung, die Sophie und Karl Binding Stiftung, die Gebert Rüf Stiftung und die Ernst Göhner Stiftung, die mit ihrer – schlussendlich dann fünfzehnjährigen – Unterstützung des CEPS ein deutliches Zeichen kontinuierlicher Förderpolitik aussenden.
Aus Anlass seines zehnten Geburtstags organisiert das Basler Institut im Rahmen des Formats «CEPS on Tour» zehn Veranstaltungen an verschiedenen Standorten in der deutschen und französischen Schweiz. Gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern diskutiert das CEPS dabei aktuelle Themen zu Philanthropie und Gesellschaft. Sich selbst – und der Universität Basel – schenkt sich das CEPS zum runden Jubiläum eine Tagung, die 1. Basel Convention on Philanthropy, die am 19./20. November 2018 durchgeführt wird.
In ihrer internationalen Ausrichtung spiegelt diese hochkarätige Veranstaltung auf gewisse Weise ein Anliegen, dessen Erfüllung Georg von Schnurbein vorschwebt: die Schaffung einer Professur für Global Philanthropy an der Universität Basel. Bestimmt wird von Schnurbein auch diesen Pfeil aus seinem Köcher ziehen und dieses Ziel dann bald einmal erreichen.

Weiterführende Informationen:
www.ceps.unibas.ch
www.philanthropyconvention.org

À propos des fondations de la Suisse occidentale – parla dei fondazioni della Svizzera italiana – Tipps

  • Ob sich die Einteilung nach Sprachregion, wie sie so oft zum Diskurs politischer oder kulturellen Themen beigezogen wird, für die Beschreibung verschiedener Stiftungssegment eignet, ist fraglich.
  • Stiftungen siedeln sich insbesondere entlang der Ballungsgebiete an, wodurch die lokalen und kantonalen Kontexte im Allgemeinen die grösseren Unterschiede zwischen Stiftungssegmenten hervorrufen als die spezifischen Sprachregionen, deren Effekt so schwer isolierbar ist.