Wirkungskontrolle – es geht auch einfach

by Peter Buss

Förderstiftungen verlangen von den Gesuchstellern mehr und mehr aussagekräftige Angaben über die Wirkung eines Projekts – und darüber, wie diese gemessen werden soll. Dieses Anliegen ist verständlich und nachvollziehbar. Manche Projektträger stellt es aber vor erhebliche Schwierigkeiten.

WirkungskontrolleWährend zum Beispiel im Gesundheitswesen je nach Projekt Wirkungen recht gut messbar sind, bleibt dies im Sozialbereich oder auch bei der Entwicklungszusammenarbeit mitunter ein problematisches Unterfangen. Deshalb begnügt man sich hier oft mit der Messung des quantitativen Outputs und wagt sich kaum je ernsthaft an verbindliche Aussagen über den direkten Nutzen (Outcome) eines Projekts oder gar über dessen langfristige Effekte (Impact). Auch Forscher tun sich oftmals schwer aufzuzeigen, was denn das erfolgreiche Forschungsergebnis tatsächlichen bewirken kann, denn allzu oft sind gerade die innovativsten Forschungsprojekte auch eine Reise ins Ungewisse.

Die ZEWO hat dies erkannt und hilft hier mit dem Leitfaden zur Wirkungsmessung mit vielen Informationen und praktischer Hilfe.

Allerdings: Kleinere Organisationen werden auch damit rasch überfordert sein. So werde ich denn auch immer wieder gefragt, wie man denn in einem Gesuch an Förderstiftungen die Wirkung eines Projekts und deren Messung auf einfache Art darstellen kann, ohne gleich eine Doktorarbeit schreiben zu müssen. Mein Tipp: Eine kurz und prägnant formulierte Logical Framework Matrix (Logframe), dargestellt auf einer halben Seite A4, genügt in den meisten Fällen vollauf und findet auch in einem kurz gehaltenen Gesuch an Förderstiftungen Platz. Dazu zwei Vorlagen von der ZEWO und der NonproCons. Und man glaubt es kaum: Selbst Kulturprojekte lassen sich auf diese Weise sinnvoll mit ihrem Nutzen begründen.